Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur

- eine Wanderausstellung im Rahmen des Jahres der Mathematik 2008



Die Ausstellung führt die Tätigkeit jüdischer Mathematiker von der rechtlichen und politischen Gleichstellung jüdischer Bürger im 19. Jahrhundert bis zur Verfolgung und Vertreibung im nationalsozialistischen Deutschland vor Augen. Sie stellt dar, wie im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik jüdische Mathematiker in allen Bereichen der mathematischen Kultur zunehmend eine tragende Rolle spielten, und sie erinnert an Emigration, Flucht und Ermordung nach 1933.

Eine erste Fassung der Ausstellung wurde bereits anlässlich der Jahrestagungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung im Herbst 2006 in Bonn und im Frühjahr 2007 in Berlin gezeigt. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Telekom Stiftung und in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt wurde die frühere Ausstellung in eine neu gestaltete Wanderausstellung überführt. Sie ist seit Mai 2008 an verschiedenen Orten zu sehen.

Zusammen mit der Ausstellung wurde ein Ausstellungskatalog (erschienen im Springer Verlag) und eine Internetfassung der Ausstellung (in Kürze unter dieser Adresse) erarbeitet. Beide werden künftig auch in englischer Sprache erhältlich sein.


Aktuell: Die Ausstellung wandert nach Israel 


Unsere Ausstelllung wandert mit neuem Titel "Transcending Tradition: Jewish Mathematicians in German-Speaking Academic Culture" nach Israel. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Auswärtigen Amtes und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen wird eine englischsprachige Fassung der Ausstellung vorbereitet, die im Jahr 2011 an mehreren Orten in Israel gezeigt werden soll. Für den Auslandsauftritt wurde die Ausstellung noch einmal neu gestaltet und produziert. In Verbindung mit der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, dem Hausdorff Research Institute for Mathematics und israelischen Partnern wird dazu ein mathematisches Begleitprogramm konzipiert. 

Auszeichnung: Die Wanderausstellung gehört zu den Preisträgern im Wettbewerb "Kopf und Zahl" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In diesem Wettbewerb wurden geisteswissenschaftliche Projekte zum Jahr der Mathematik ausgezeichnet.

Pressematerialien zum Download und Galerie


Konzeption

Birgit Bergmann, Prof. Dr. Moritz Epple (Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

in Verbindung mit 

Prof. Dr. Walter Purkert (Arbeitsstelle Hausdorff-Edition der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. David. E. Rowe (Universität Mainz, Arbeitsgruppe Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften), Prof. Dr. Erhard Scholz (Universität Wuppertal, Arbeitsgruppe Geschichte der Mathematik), Dr. Annette Vogt (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin) 


In Zusammenarbeit mit       

Jüdisches Museum Frankfurt am Main

init: Feil und Partner, Roswitha Feil und Rudolf Reitermann


Das Anliegen der Ausstellung

Der Aufbau der Ausstellung


Ausstellungsorte

Frankfurt am Main: 6. bis 20. Mai 2008, im Foyer des Physikalischen Vereins, Robert-Mayer-Str. 2-4.
Lokaler Veranstalter: Institut für Mathematik der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Göttingen: 6. bis 27. Juni 2008, im Foyer des Neubaus der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Lokaler Veranstalter: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek

Hamburg: 3. bis 24. Juli 2008
Lokaler Veranstalter: Department Mathematik der Universität Hamburg

Erlangen: 14. September bis 2. Oktober 2008, in der Universitätsbibliothek
Lokaler Veranstalter: Department Mathematik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Bonn: 7. bis 24. Oktober 2008, im Wissenschaftszentrum
Lokaler Veranstalter: Wissenschaftszentrum Bonn

Magdeburg: 29. Oktober bis 15. November 2008, im Foyer der Universitätsbibliothek
Lokaler Veranstalter: Fakultät für Mathematik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

München: 20. November 2008 bis 30. Januar 2009, im Deutschen Museum
Lokaler Veranstalter: Deutsches Museum München und Mathematisches Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München

Berlin: 9. bis 28. Februar 2009 im Lichthof in der TU Berlin
Lokaler Veranstalter: Institut für Mathematik der TU Berlin

Gießen: 10. bis 31. Mai 2009 im Mathematikum
Lokaler Veranstalter: Mathematikum Gießen

Regensburg: 1. bis 15. Oktober 2009 in der Staatlichen Beruflichen Oberschule Regensburg
Lokaler Veranstalter: Staatliche Berufliche Oberschule Regensburg

Heidelberg: 20. Oktober bis 4. November 2009 im Foyer BioQuant der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Lokaler Veranstalter: Mathematics Center Heidelberg

Hagen: 6. November 2009 bis 19. November 2009 in der Universitätsbibliothek der FernUniversität Hagen
Lokale Veranstalter: FernUniversität in Hagen und Jüdische Gemeinde Hagen

Münster: 23. November 2009 bis 9. Dezember 2009 im Foyer des Hörsaalgebäudes am Hindenburgplatz 10-12, 48143 Münster
Lokale Veranstalter: AFO – Arbeitsstelle Forschungstransfer der WWU und der Institut für Numerische und Angewandte Mathematik der Westfälische Wilhelms-Universtät Münster

Bielefeld: 22. März bis 31. März 2010 in der Universitätsbibliothek Bielefeld, Universitätsstr. 25, D-33615 Bielefeld
Lokale Veranstalter: MNU Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V.
Öffnungszeiten in der Woche 22. bis 26. März 2010: 8:30 - 16:30. Eintritt frei.
Öffnungszeiten während der 101. MNU-Tagung: am 28. März, 10:00 - 19:00; vom 29. bis 31. März, 8:30 - 18:00. Eintritt frei.

Weitere Ausstellungsorte können hinzu kommen. Sollten Sie Interesse haben, die Wanderausstellung in Ihrer Nähe zu zeigen, sehen Sie sich bitte die kurze Übersicht unter folgendem Link an: Voraussetzungen für das Übernehmen der Wanderausstellung

Kontakt

Für nähere Informationen senden Sie bitte eine email an: info [at] j-math.de (ersetzen Sie [at] durch @)
oder wenden Sie sich an das Sekretariat der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Universität Frankfurt.


Mitarbeiter des Frankfurter Teams

Birgit Bergmann, Judith Delombre (Sekretariat), Prof. Dr. Moritz Epple, Timotheus Kartmann



Ermöglicht durch die

Telekom Stiftung

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zuletzt geändert am 29.9.2011, me